ICH WEISS DAS, WEIL ICH DAS ANNEHME

 

Das sagt Peter Hochegger zum Thema „Involvierung von Ernst Plech“



Richterin: Woher wissen Sie, was Ing. MEISCHBERGER wusste?
Peter Hochegger: Ich nehme das an, ich habe ihn nie im Detail dazu befragt. Ich bin immer davon ausgegangen, dass er mir die Informationen gibt, die für das Konsortium wichtig sind. Ich habe ihn gebeten, dass er sowohl bei der Immofinanz und bei der Raiffeisen über Hr. PLECH mich ankündigt, damit die Türen offen sind und mir war von Anfang an klar, dass Hr. PLECH dabei ist. PLECH hat aber immer gesagt, das ist das Projekt vom Walter und er unterstützt ihn.



Richterin: Was wissen Sie über die Involvierung des Hr. KR PLECH?

Peter Hochegger: Damals habe ich gewusst, und das hat KR PLECH auch gesagt, dass er Hr. MEISCHBERGER unterstützt. Konkret hat er gesagt, „das ist das Projekt vom Walter und er unterstützt ihn mit Rat und Tat“. Wahrgenommen habe ich, dass die Unterstützung darin lag, dass er mich angekündigt hat sowohl bei der Immofinanz als auch bei der Raiffeisen Oberösterreich.



Richterin: Woher wissen Sie das?

Peter Hochegger: Ich kann es nur daraus entnehmen, dass Hr. MEISCHBERGER gesagt hat, „grünes Licht“, ich bin vorangekündigt und ich kann den Kontakt aufnehmen.

Richterin: Vorangekündigt von wem?

Peter Hochegger: Von Hr. PLECH.



Richterin: Hr. MEISCHBERGER hat gesagt, Hr. PLECH hat Sie vorangekündigt?

Peter Hochegger: Ja, ich habe Hr. MEISCHBERGER auch darum ersucht, weil er die Verbindung zu Hr. PLECH hatte. Mir war das wichtig, weil Hr. PLECH hat ein großes Immobilienwissen, was ich nicht hatte. Hr. MEISCHBERGER war sowohl für die Immofinanz, als auch für die Raiffeisen Oberösterreich nicht sichtbar.



Ein paar Tage später wurde Karl Petrikovics, der das exakt wissen muss, zum selben Faktum befragt:



Richterin: Hat Herr PLECH Herrn HOCHEGGER bei Ihnen angekündigt?

Karl Petrikovics: Wenn PLECH den HOCHEGGER angekündigt hätte, wäre das mehr als eigenartig gewesen. Ich habe im Vorfeld des Buwog Verkaufs mit PLECH nie zu diesem Thema geredet. PLECH war weder jemals angekündigt, noch habe ich betreffend Buwog Verkauf jemals Gespräche mit ihm gehabt.
 
Richterin: Wie war Ihr Verhältnis zu PLECH?
Karl Petrikovics: Das war rein beruflich. Wir haben uns nie privat getroffen, ein Business Cocktail ich glaube anlässlich einer Büroeröffnung war auch rein beruflich. Es gab keine privaten Kontakt mit PLECH und es gab sicher keine gemeinsamen Abendessen mit Gattinnen.



Richterin: HOCHEGGER sagt, die Türen hat PLECH aufgemacht. Hat PLECH die Türen geöffnet?

Karl Petrikovics: Ganz sicher nicht!
 
Richterin: Hat Kommerzialrat PLECH mit Ihnen über die Berechnung des Honorars mit der Immofinanz geredet?

Karl Petrikovics: Nein sicher nicht, das hätte ich mit Sicherheit in Erinnerung. Ich kann ausschließen, dass es diesbezüglich Gespräche mit PLECH gab. Ich kann eine Involvierung von KR PLECH in dieser Sache kategorisch ausschließen!

 


Am 13. Februar 2018 wurde der frühere Vorstand der Raiffeisen Landesbank OÖ, Georg Starzer, im Rahmen der Hauptverhandlung unter anderem auch dazu befragt, wie er die Rolle von Ernst Plech im Umfeld des Buwog-Verkaufs wahrgenommen hat (Hochegger hat ja u.a. behauptet, dass „Plechs Unterstützung darin lag, dass er mich angekündigt hat sowohl bei der Immofinanz als auch bei der Raiffeisen Oberösterreich“):



 

Richterin: Wie haben Sie die Rolle von KR PLECH wahrgenommen?


Georg Starzer: Ich kannte Herrn PLECH aus früheren Zeiten, als er Kunde des Hauses wurde. Im gesamten Zeitraum des Buwog-Deals gab es keinen einzigen Kontakt mit Herrn PLECH, und natürlich hat er somit auch Herrn HOCHEGGER nicht angekündigt.

Ein weiteres Beispiel, wie glaubwürdig die Aussagen des Herrn Peter HOCHEGGER sind: HOCHEGGER sieht PLECH als Akteur im Hintergrund, als Einfädler und Türöffner bei den Spitzen des Österreich-Konsortiums. Aber beide genannten Herren, sowohl Karl PETRIKOVICS, als auch Georg STARZER, schließen das dezidiert aus.