Unter Verschluss gehaltene Polizeiberichte, die FORMAT einsehen durfte…

 

Im Jahr 2009, unmittelbar, nachdem das Thema Buwog Provision in die Öffentlichkeit gekommen war, hat Peter Hochegger diesbezüglich sofort sein Freimaurer-Netzwerk aktiviert. Dies geht bereits aus internen E-Mails aus dem September 2009 hervor. In Medien tätige Logenbrüder haben nachweislich mit Hochegger zusammengespielt.

 


Peter Hochegger wurde am 16.02.2012, bei seinem ersten Auftritt im Rahmen des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses auch mit dem Thema Freimaurer-Netzwerk konfrontiert:

Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Ich zitiere aus Ihrer Einvernahme im BAK vom 5.7.2011. Auf die Frage: Sind Sie Freimaurer?, antworten Sie: Ja, ich bin Angehöriger der Großloge Wien „Zukunft“. Dies seit dem Jahre 1999. Seit dem Jahre 2009 – … habe ich mich auf Grund des BUWOG-Vorfalls beurlauben lassen. – Zitatende. Können Sie dazu sagen, warum Sie sich auf Grund des BUWOG-Vorfalls beurlauben lassen haben?

Peter Hochegger: Das war eine Entscheidung von mir, einfach weil ich mit vielen Themen beschäftigt bin. Ich habe für mich so entschieden.

In den Medien wird das Thema „Hochegger / Freimaurerei“ am 28.02.2012 ausführlich im Wirtschaftsmagazin Trend erörtert:

„…Während ihre Mitbrüder im dritten Stock des Wiener Tempels dem Großen Baumeister aller Welten (vulgo: Gott) huldigten, stellten sie in den Klubräumen einen Stock tiefer die Freimaurerideale von Wahrheit, Toleranz und Brüderlichkeit regelrecht auf den Kopf. Sie praktizierten, was der britische Ehrenkodex aus dem Jahr 1723 (Alte Pflichten) strengstens untersagt: nämlich die üble Geschäftsmaurerei, die Beziehungspflege aus persönlichem Profitstreben.


„… In den Geheimlogen mit klingenden Namen wie Concordia, Gleichheit oder Zukunft strickten Hochegger und Fischer an einem weit verzweigten Netz aus Günstlingswirtschaft und Korruption. Die unheilsame Struktur bediente nicht nur ehemalige Spitzenpolitiker, von Vizekanzler Hubert Gorbach über Infrastrukturminister Mathias Reichhold bis Innenminister Ernst Strasser, sondern auch ausgewählte Logenbrüder. Bislang unbekannte Rechnungen und unter Verschluss gehaltene Polizeiberichte, die FORMAT einsehen durfte, nähren diesen Verdacht. … Das ändert aber nichts daran, dass einige Meister am Radar der Korruptionsermittler aufscheinen. Denn bei Hochegger-Razzien im Herbst 2009 wurden Festplatten, Server und USB-Sticks beschlagnahmt, die Einblick in Hocheggers Logenarbeit geben. In unzähligen Word- und Excel-Dateien werden prominente Persönlichkeiten aus Medien, Wirtschaft und Politik aufgelistet, die Hochegger brüderlich verbunden sind. Elektronische Aufzeichnungen geben Aufschluss über Teilnehmer sogenannter gedeckter Treffen im Steffl oder im Haas-Haus. „Deckung bedeutet im Maurerlatein die Gewissheit, dass nur Freimaurer anwesend sind  andernfalls regnet es.“
Quelle: https://www.trend.at/wirtschaft/business/die-freimaurer-connection-grossmeister-skandale-320164

Der Bericht „ventiliert“ übrigens ein interessantes Szenario:


„Dass Heimlichtuerei nicht gut ist, beweist ein Blick nach Italien. … Bei einer Razzia in der Villa des P2-Großmeisters Licio Gelli wurde eine Liste mit mehr als 1.000 Namen von Industriellen, Medienmanagern, Militäroffizieren und Politikern entdeckt, die P2 angehörten  und systematisch antidemokratisch agierten. Die Aufdeckung erschütterte Italien in seinen Grund¬festen und führte zum Kollaps des herrschenden Parteiensystems. Nicht auszuschließen, dass in Österreich ein ähnliches Szenario droht wie in Italien. Wenn der Tempel in der Rauhensteingasse im Telekom-Sumpf von Hochegger und Fischer versinkt, dann hat die Alpenrepublik ihren ersten veritablen Freimaurer-Skandal.“

Kommt da noch was?