Das Teilgeständnis des Dr. Peter Hochegger

 

Im Rahmen der HV am 20. Dezember 2017 bekannte sich Peter Hochegger „teilschuldig“ und behauptete, dass er nunmehr, mehr als zwölf Jahre nach dem angeblichen Ereignis, seine Wahrnehmung von Anfang September bekannt geben wolle, dass ihm ein Bankberater damals eröffnet hätte, dass die so genannte Buwog Provision auf drei Konten für die Herren Grasser, Meischberger und Plech aufgeteilt würden.


Er kann nur seine angebliche Wahrnehmung wiedergeben und hat dafür keine schriftliche Unterlage oder sonst was.  Der angesprochene Bankberater hat das in einem ORF Gespräch vorweg als „Fake News“ bezeichnet.


Die Darstellung, die Hochegger vor Gericht wiedergegeben hat, hat zudem einen gravierenden Mangel: Die von ihm auf einem Blatt Papier aufgezeichneten Kontennamen bzw. Konten-Nummern konnten vom Bankberater gar nicht bekanntgegeben werden, weil diese erst zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt eröffnet wurden.


Und das Gespräch selbst kann auch nicht viel später als von Hochegger nach mehrmaligem Nachfragen bestätigten Termin „Anfang September 2005“ gewesen sein. Dafür spricht ein nach dem Gespräch nach Zypern verschicktes E-Mail klare Bände.

 

Irgendetwas scheint da bei der Vorbereitung dieser Aussage „übersehen“ worden zu sein…


Der Kurier schreibt am 16. Jänner 2018 darüber sinnigerweise Folgendes:


„In dieser ersten Phase des Prozesses geht es nun vor allem darum, welche Version Peter Hocheggers die glaubwürdigere ist: Die des geläuterten Dealmakers, der alles verloren hat und reinen Tisch machen möchte - oder die des gewieften PR-Experten, der seine ehemaligen Mitstreiter ans Messer liefert, um sich selbst Vorteile zu verschaffen. Ein Geständnis gilt nämlich als Milderungsgrund.“