RAIFFEISENBANKER ALS ZEUGE STÜTZT MEISCHBERGERS AUSSAGE ZUM KONTO KARIN

 

Es ist fast untergegangen, am bisher letzten Verhandlungstag, am Tag 128: Im Zeugenstand war ein damaliger Bankbetreuer der Raiffeisenbank Liechtenstein. Die Vorsitzende Richterin fragte zu den Bareinzahlungen und den Vorschriften dafür: „Es gibt ein Konto auf Bank X, von dem werden Beträge abgehoben und gedrittelt, auf drei andere Konten bei der gleichen Bank X eingezahlt. Muss man da auch prüfen?“ 

 

Der ehemalige Banker der Raiffeisenbank Liechtenstein: „Ja, auch da muss geprüft werden, woher das Geld kommt und wer der wirtschaftlich Berechtigte ist, es geht ja um die Geldwäsche-Prävention.“ 

 

Diese Aussage ist eigentlich ein ganz wesentlicher Puzzlestein in der Begründung Walter Meischbergers, warum das Geld auf dem Konto „Karin“ somit zwingend sein, Meischbergers Geld, sein musste – zu jeder Zeit. Die Anklage ordnet das Geld am Konto „Karin“ ja bekanntlich KR Plech zu, der tatsächlich der Kontoinhaber war. 

 

Meischberger sagt ja, man wollte ein Konto gründen, um technisch zu ermöglichen, dass „ich dem Ernst Plech Geld zur Verfügung stellen konnte, damit er dies für mich in weiterer Folge in den darauffolgenden Jahren für mich gewinnbringend in Immobilien anlegen sollte“. 

 

Faktum ist, so Meischberger: „Es war für die Bank klar und eindeutig, weil ganz einfach nachvollziehbar, dass es mein Geld war, dass auf dieses Konto überwiesen wurde. Denn die Bank wusste von der Mittelherkunft genauestens Bescheid, weil sie selbst die Mittelherkunft in meinem Namen organisiert und administriert hat“. Hätte die Bank dieses Kapital dem (nunmehrigen) Kontoeigner Ernst Plech zuordnen wollen, hätte sie eine derartige Eigentumsübertragung in Form von Unterlagen einfordern bzw. prüfen müssen. 

 

Meischberger weist damit auf ein wesentliches Faktum hin, das bisher unterging: 

 

„Mein Betreuer Christoph Wirnsperger musste sich ganz sicher sein, dass das mein Geld ist. Denn er organisierte, im Wege der Barabhebungen und Einzahlungen die Seite der Einzahlungen. Diese Einzahlungen waren nur eine Weiterleitung der Gelder meines Treuhänders Omega an mich. Denn ich war der Treugeber per Vertrag. Der Treuhänder Omega musste also, um seinem Treugeber, also mir gegenüber, schuldbefreit zu sein, sicherstellen, dass das Geld auch bei mir ankam. Wirnsperger hat nach Aussage des Zeugen Beck die Aufgabe gehabt, das Geld mit für die Omega schuldbefreiender Wirkung im Wege der Bareinzahlungen an mich weiterzuleiten. Da er das tun musste, musste er auch wissen, dass es mein Geld ist, das auf das Konto ‚Karin‘ bar eingezahlt wurde. Wäre dem nicht so gewesen, hätte die Omega mir gegenüber weiterhin de facto eine Schuld in der Höhe der Einzahlungen auf das Konto Karin gehabt. Und Wirnsperger hätte diese Summe selbst bzw. die Hypo Investmentbank so etwas wie veruntreut.