RAMPRECHT: „DANN HABE ICH IHM EINMAL EINE BETONIERT, DASS ICH MIT IHM INS SPITAL FAHREN HABE MÜSSEN…“

 

Es war sein medialer Feiertag. Mit Hilfe der Medien wollte Michael Ramprecht ja nach seinen eigenen Aussagen „Grasser dorthin bringen, wo er jetzt sitzt“ und genießt am 6. März sichtlich seinen vermeintlichen Etappensieg. Ein Großteil der Medien feiert ihn nach seiner „verlässlichen“ Zeugenaussage. 

 

Geschickt hat er nicht nur seine Stehsätze aus 2009 wiederholt. Er hat auch mit Krokodilstränen seinen Exchef Grasser als seinen großen, großen Gott dargestellt. Sein großes Vorbild, das ihn und sogar auch seine Kinder enttäuscht habe. Das tue ihm doppelt weh, weil ja alles sich um die Kinder und die Familie dreht. Idylle pur. Durchaus ein schönes Bild, wenn auch vermutlich pr-mäßig maßgeschneidert und zurechtgezimmert – wäre da nicht ein klitzekleiner Hinweis. Ein Klammerausdruck in einem Bericht der Tageszeitung KURIER. 

 

Ramprecht hat sich ja stolz vor Gericht damit gebrüstet, dass er gerne und laufend Gespräche mit seinem Gesprächspartner auf Tonband aufgezeichnet habe – natürlich ohne Wissen des Gesprächspartners. Und dass er viele dieser Tonbandaufzeichnungen noch zur Verfügung habe. Möglicherweise um „Material“ für Erpressungen zu haben.

 

Bereits 2010 hatte die Polizei Hausdurchsuchungen bei Ramprecht durchgeführt – und sich auf die Suche nach diesen vermeintlichen Gesprächsaufzeichnungen gemacht. Die Polizei hat dabei ganz andere, durchaus brisante Aufzeichnungen seiner, Ramprechts, eigenen Telefongespräche gefunden.

 

Im aktuellen KURIER-Bericht heißt es dazu wortwörtlich: „Die Polizei suchte nach den Audio-Dateien in Ramprechts Heim, fand nur welche, wo er bei einem Telefonat erzählte, dass er seinen Sohn geschlagen hätte. Ramprecht sagt, das sei eine Lüge.“