KARL-HEINZ GRASSER ZERPFLÜCKT DAS „TEILGESTÄNDNIS“ HOCHEGGERS: „SEINE AUSSAGEN SIND EINE REINE ERFINDUNG!“

 

In einem ausführlichen Statement kritisiert Karl-Heinz Grasser ganz massiv die Staatsanwaltschaft. Diese habe öfter gesagt, man müsse der Spur des Geldes folgen. Das habe sie nur dort gemacht, wo es in ihren Kriminalroman (Anmerkung: gemeint ist die Anklageschrift) hineingepasst habe.

 

„VORSÄTZLICH FALSCHE BEHAUPTUNG IN DER ANKLAGESCHRIFT?“

 

So findet Karl-Heinz Grasser zur Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft das mittlerweile berühmte Konto „400.815“ ihm, und nicht Meischberger zuordnet, scharfe Worte: 

 

„Entweder war die WKSTA in acht Jahren nicht in der Lage, den Sachverhalt richtig zu erkennen oder sie hat vorsätzlich eine falsche Behauptung in die Anklageschrift aufgenommen. Die Wahrheit ist jedenfalls eine Andere. Eine objektive und korrekte Staatsanwaltschaft hätte vom Konto Walter Meischberger sprechen müssen, hätte in der Anklageschrift immer vom Konto Walter Meischberger schreiben müssen. Das hat sie nicht getan, weil sie nicht objektiv, sondern voreingenommen ermittelt hat, und in dieser konkreten Frage eine falschen Eindruck erzeugen wollte“.

 

Grasser weiter: „10 Jahre lang wird mir dieses Konto von der Staatsanaltschaft einfach willkürlich und völlig falsch zugeordnet. Mit den Argumenten, welche die STA in der Anklageschrift vorgebracht hat, kann man versuchen, mir fast jedes Konto einer anderen Person anzudichten. Die Wahrheit ist einfach eine Andere – Ich hatte mit keinem der Meischberger Konten etwas zu tun und habe keinen Cent seiner Buwog Provision erhalten!“

 

ZWEI VERFAHREN, ZWEI VÖLLIG UNTERSCHIEDLICHE INTERPRETATIONEN…

 

Kurioses hat Grasser auch zu den ihm vorgeworfenen Bargeldeinzahlungen präsentiert. So habe die WKStA dieselben und zwar „vermeintlich ungeklärten“ Bargeldeinzahlungen als Beleg für die vermeintlichen „Schmiergeld-Zahlungen“ an ihn sowohl im Buwog Verfahren als auch im Eurofighter-Verfahren (das rechtskräftig bereits eingestellt ist) herangezogen. „Die gleiche Behörde, nämlich die WKSTA, sagt im Buwog Verfahren, die Bareinzahlungen auf den Grasser Konten kommen vom Meischberger. Und im Eurofighter Verfahren sagt die WKSTA, dass diese Bareinzahlungen aus Schmiergeld-Zahlungen aus dem Eurofightergeschäft kommen…“, so Grasser.

 

HOCHEGGERS FALSCHE GESTÄNDNISSE MIT SCHLECHT ERFUNDENEN GESCHICHTEN…

 

Intensiv analysiert hat Karl-Heinz Grasser auch das so genannte Teilgeständnis von Peter Hochegger und weist dabei auf zahlreiche Ungereimtheiten hin: „Für mich ist völlig klar, dass Peter Hochegger das Hohe Gericht mit seinem Teilgeständnis in der Hauptverhandlung mehrfach belogen hat, weil er seine eigene Situation in diesem und anderen Gerichtsverfahren verbessern möchte!“

 

Grasser zeigt sich überzeugt, dass Peter Hochegger und sein damaliger Anwalt bei einem „Geheimtreffen“ mit der WKStA im Vorfeld des Prozesses und nach der Anklageerhebung einen Deal zu seinen Lasten vereinbart hätten. Das Geheimtreffen sei mittlerweile auch durch eine parlamentarische Anfragebeantwortung der Justizministerin offiziell bestätigt, jedoch „pflichtwidrig nicht dokumentiert“. Die Leiterin der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, Hofrätin Mag. Vrabl-Sanda, habe trotz ausdrücklicher Aufforderung diesbezüglich keinerlei Auskunft erteilt. 

 

Nach diesem Geheimgespräch habe Hochegger auf einmal vor Gericht eine völlig neue Geschichte erzählt, die ihn, Grasser, schwer belastet. Als Grassers Anwälte bewiesen hätten, dass Hocheggers Behauptungen schon deswegen nicht stimmen konnten, weil die von ihm präsentierten Kontonummern zum Zeitpunkt des Treffens mit dem Bankmanager noch gar nicht existierten, habe dann Hochegger eine neue Darstellung geliefert, die wiederum und zweifelsfrei falsch sei. Zudem habe jener Bankmanager, den Hochegger als seinen Informanten bezeichnete, mehrfach unmissverständlich als Zeuge unter Wahrheitspflicht vor Gericht ausgesagt, dass Hocheggers Darstellung falsch sei.

 

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