WALTER MEISCHBERGER: „SO GENANNTE BELASTUNGSZEUGEN HABEN IHRE WAHRNEHMUNGEN VOM HÖRENSAGEN…“

„Für mich hat sich dadurch im Laufe der Zeugenbefragung durch das Gericht einiges an neuen Erkenntnissen ergeben. Erkenntnisse, die ich damals, als ich 2003/2004 meine Beratungsaufgaben zu erfüllen hatte, nicht hatte. Erkenntnisse, die aber besonders heute wertvoll sind, um den unhaltbaren, und bis zum heutigen Prozesstag vollkommen unbewiesenen Vorwürfen der Staatsanwaltschaft zu entgegnen“, leitete Walter Meischberger sein Statement zu den bisherigen Zeugenaussagen im Rahmen des Buwog Prozesses ein.

 

Meischberger weiter: „Dieses Verfahren ist seit 2009 von lauter, polternder und vorverurteilender medialer Begleitung mitgeprägt. In Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft wurden in den vergangenen zehn Jahren immer wieder Aussagen von so genannten ‚Belastungszeugen‘ medial hochgespielt. Ich bin froh, dass all diese Belastungszeugen, auf denen die Medien ihre vorverurteilenden Schauergeschichten aufbauten - und letztlich auch die Staatsanwaltschaft ihr „Blendwerk“, die Anklageschrift -, in der Zwischenzeit vom Gericht und von der Verteidigung hier in der Hauptverhandlung ausführlich und tiefergehend befragt wurden.“

 

In der Substanz habe sich nach all den bisherigen Zeugenaussagen ein klares, sehr bemerkenswertes, und für die Beurteilung von Schuld und Unschuld durchaus relevantes Muster abgezeichnet das vier charakteristische Bestandteile habe:

  • Zeugen, die eigene Wahrnehmungen von den Vorgängen haben, die selbst an den verschiedenen Vorgängen und Handlungssträngen teilgenommen haben, entlasten die Angeklagten durch die Bank in Bezug auf die Vorwürfe der Anklage. 
  • Zeugen die im medialen Vorfeld der vergangenen zehn Jahre versuchten, Grasser und andere Angeklagte zu „belasten“ und medial immer wieder als „Belastungszeugen“ bezeichnet und dargestellt wurden, haben, nach ihren eigenen Aussagen unter Wahrheitspflicht hier im Gerichtssaal, offensichtlich keine eigenen Wahrnehmungen, sondern alle ihre angeblichen belastenden Infos nur vom „Hörensagen“. Meist nur vom angeblichen Hörensagen - von angeblichen Aussagen Dritter. Wobei jene Dritten, die wiederum diese Aussagen gegenüber den so genannten „Belastungszeugen“ gemacht haben sollen, dies durch die Bank vehement und seit Jahren bestreiten.

 

Lesen Sie hier das gesamte Statement von Walter Meischberger.