Klarstellung zum Profil-Bericht vom 7.5.2018

 

Das Profil widmet Walter Meischberger in der Ausgabe vom 7. Mai 2018 einen dreiseitigen Artikel unter dem Titel „Mein Gott, Walter“. Der Autor Michael Nikbakhsh gibt für das Faktum, dass zwischen Mai 2006 und Juli 2009 vom Konto „Karin“ Geld behoben und an Ernst Karl Plech übergeben wurde, die Erklärung Meischbergers richtig wider, “dass das auf dem Konto von Plech eingegangene Geld für mich treuhändisch in Immobilien investiert wurde” und schreibt weiter: „Nachzulesen ist das auch auf der Website www.derbuwogprozess.at, die Meischberger erst vor wenigen Tagen freischalten ließ. Er will auf diesem Wege allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich ein objektives Bild zu verschaffen. Auf Fragen und Widersprüche, die im Zuge des Verfahrens selbst aufgeworfen wurden, geht er wenig überraschend mit keinem Wort ein“.

 

Zu recht weist Nikbakhsh in diesem Artikel darauf hin, dass es im Zuge des Verfahrens zu einer Veränderung der Verantwortung Walter Meischbergers gekommen ist. Dies ist auf einem Missverständnis begründet.

Es kam aber nicht wie Michael Nikbakhsh im Artikel behauptet zu „mehreren Versionen“ des Geschehens, sondern exakt zu zwei Versionen. Und dass es zu diesen zwei verschiedenen Versionen in Bezug auf die Erinnerungen zur Kontogründung gekommen ist, lag offensichtlich an der Tatsache, dass 

  1. Walter Meischberger immer bewusst gewesen ist, dass das Geld, das von ihm auf dieses Konto überwiesen wurde, sein Geld war, nämlich Geld das er Ernst Plech zur treuhändigen Investition in Immobilienprojekte überwiesen hat, 
  2. Walter Meischberger zu dieser Zeit mehrere Konten in der Hypo Vorarlberg, der Mutterbank der Hypo Investmentbank Liechtenstein, gegründet hat, 
  3. Walter Meischberger anlässlich der Kontogründung persönlich anwesend war, und 
  4. wie sich im Hauptverfahren am 32. Prozesstag herausstellte, Walter Meischberger selbst den Synonymnamen „Karin“ auswählte, und diesen eigenhändig und in eindeutig seiner Handschrift zuzuordnenden Blockbuchstaben in die Originalunterlagen zur Kontoeröffnung hineingeschrieben hat.

Nicht richtig ist weiters, dass Walter Meischberger auf dieses Missverständnis nicht eingegangen wäre. Im Gegenteil ist Walter Meischberger bereits in seiner sechsstündigen gesamtzusammenhängenden Darstellung auf dieses Missverständnis sehr wohl eingegangen und hat dieses begründet. Im Folgenden das Zitat aus der Darstellung Walter Meischbergers vom 12. April vor dem Gericht:

 

„An dieser Stelle möchte ich ein Missverständnis aufklären. In meinen ersten Aussagen vor den ermittelnden Behörden habe ich behauptet, dass das Konto Karin von mir persönlich eingerichtet wurde. Zum Zeitpunkt der ersten Einvernahmen war ich dieser Meinung. Ich gründete damals mehrere Konten bei der Hypo Liechtenstein und bei der Hypo Vorarlberg. Aufgrund der Historie (Besitzverhältnisse, Vermittlung der Hypo FL durch Hypo V, enge Zusammenarbeit und Freundschaft unter den Mitarbeitern der beiden Banken, Zusammenarbeit der beiden Mitarbeiter um meine Angelegenheiten zu erledigen), habe ich beide Banken immer als ein Institut mit unterschiedlichen Aufgaben gesehen. Das war für mich immer die Hypo Vorarlberg mit den Filialen in Liechtenstein und in Wien. Die Konto Gründungen verteilten sich über einen Zeitraum von ca. vier Jahren und auf drei Mitarbeiter. Es gab auch ein Konto (Millenium) das wir, Ernst Plech und ich, gemeinsam gegründet hatten. Das sorgte bei mir alles in allem Jahre danach für unklare Erinnerungen. Aus diesem Grund war ich im Moment der Aussage der Meinung, dieses Konto selbst gegründet zu haben. Es gilt auch zu berücksichtigen, dass die damaligen Aussagen unter enormen psychischen und physischen Druck entstanden sind. Meine Aussagen haben in diesem Punkt leider für Verwirrung und Missverständnisse seitens der erhebenden Behörden gesorgt. Das tut mir leid. Richtig ist, dass dieses Konto schon damals von Ernst Plech gegründet wurde, und ich im Laufe der Zeit ca. 2,4 Mio Euro, also ca. ein Drittel meiner Provisionen, auf dieses Konto überwiesen habe. Dies bedeutet, Ernst Plech war immer der Eigentümer dieses Kontos, aber es war mein Geld das auf diesem Konto verwaltet und von dort durch Ernst Plech für mich investiert wurde. Mein Geld wurde durch mich dorthin überwiesen. Es war vereinbart, dass Ernst Plech mein Geld nur in Immobilien investieren werde, mich aber an den Objekten entsprechend meiner finanziellen Beiträge beteiligen wird. Bei einer Weiterverwertung der Immobilien nach deren erfolgreichen Entwicklung, wäre ich adäquat an den zu erwartenden Gewinnen beteiligt gewesen. Ebenso wäre ich natürlich auch an eventuellen Verlusten beteiligt gewesen. Dazu konnte es aber nie kommen, weil ich aufgrund meiner Selbstanzeige bei den Finanzbehörden eine Zahlung von ca. 3,7 Mio Euro an Einkommensteuer leistete, und deshalb gezwungen war, unsere Vereinbarung vorzeitig, also noch vor einer möglichen gewinnbringenden Verwertung, aufzulösen.“