TAG 90: STATEMENT VON KARL-HEINZ GRASSER

 

Am 90. Verhandlungstag des Buwog-Prozesses nutzte der Erstangeklagte Karl-Heinz Grasser die Gelegenheit, eine erste Bilanz nach zahlreichen Zeugenaussagen zu ziehen. Karl-Heinz Grasser analysierte dabei die Aussagen der Zeugen Alfred Finz, Michael Svoboda, Josef Mantler, Rainer Wieltsch, Detlev Neudeck, Gerhard Steger, Claudia Sterrer-Pichler, Josef Aicher, Peter Michaelis, Thomas Marsoner, Karl Pfeifenberger, Horst Felsner und Karl-Heinz Petritz. 

 

Grassers Resümee: „Das Gericht hat jetzt schon zehn Zeugen umfassend und detailliert befragt, die unmittelbar und direkt mit dem Verkauf der Bundeswohnungen zu tun hatten. Alle diese Zeugen bestätigen, dass es keinen einzigen Hinweis für eine Manipulation, für eine pflichtwidrige Steuerung, für eine Beeinflussung des Verkaufsprozesses durch meine Person, für eine Beeinflussung von Personen oder Gremien durch mich gegeben hat.“

 

Es habe ganz klar - aufgrund der Analyse und Empfehlung von Lehman Brothers - gleich mehrere rationale Gründe für eine zweite verbindliche Bieterrunde, das Last and Final Offer gegeben. Es waren dies das Zinsänderungsrisiko bei beiden Bietern, nicht quantifizierbare Besserungsscheine des Österreich-Konsortiums und die Angabe der 960,65 Mio. Finanzierungsbestätigung der CA Immo.

 

Fazit des früheren Finanzministers („dieses mittlerweile seit etwa 10 Jahren laufende Verfahren ist zur lebensbegleitenden Strafe für mich geworden“), untermauert durch zahlreiche Zeugenaussagen: „Die Behauptungen der Staatsanwaltschaft sind falsch und haben nichts mit der Wahrheit zu tun! Der Verkauf wurde korrekt und erfolgreich für die Republik umgesetzt“.

 

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